Glaube oder Religion

Religion oder Evangelium 

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Missionswerk Bruderhand

 

Das Thema Glaube oder Religion ist ein wichtiges Thema. Nehmen wir an, Christen werden von klein auf in Gemeinden aufgezogen und das sehr streng. Die Bibel sagt im Neuen Testament, man solle nicht so streng sein mit den Kindern, - denn so sage ich: sonst laufen die nämlich bei der ersten Gelegenheit vom Glauben weg, wenn es sich ergibt.

 

Sie werden oftmals viel zu früh im Glauben auf Dinge hin erzogen, die sie eigentlich noch gar nicht wirklich verstehen können. Und es wird ihnen so die Kindheit genommen. Glaube ist keine Lehre zu einem religiösen Verhalten, sondern Glaube ist und bleibt Glaube. Christen können Vorbilder darin sein für die Kinder und von Jesus erzählen aber Kinder in den Glauben hinein zu erziehen, da weiß ich nicht, ob das nicht ein unerwünschter Eingriff in den freien Willen ist und im Grunde nimmt es ja dem Religiösen die Last, selbst den Glauben vorleben zu müssen, weil er es nicht kann. 

 

Für den Glauben kann sich nur jemand entscheiden, der auch ein solches Bewusstsein dazu besitzt. 

 

Wenn nun Kinder viel zu früh in den Glauben hinein erzogen werden, so sind sie dann froh, wenn sie erwachsen sind und endlich weglaufen können. Eigentlich wollen sie schon bei Jesus bleiben, aber die Religiösität der Eltern oder des Umfelds macht ihnen das Leben unnötig zur Last. Sie leben in Angst. Angst kommt nicht von Christus. Und so entwickeln sich Gemeinden zu Sekten, weil sie zunehmend religiöser werden und dadurch andere kontrollieren und ihnen das Leben schwer machen.

 

Jeder kann es prüfen. Angenommen Sie wären weg von einer Gemeinde für eine Zeit und prüfen, ob Sie nun Jesus vermissen oder ob Sie nur die Gemeinde vermissen. Vermissen Sie die Gemeinde, dann leben Sie religiös, denn als wiedergeborener Christ lebt Christus in Ihnen, so steht es geschrieben. Wissen Sie, dass es geschrieben steht? Jesus ist immer bei Ihnen, durch den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann. Ich spreche hier nicht von dem "ich mag nicht allein sein". Sondern es geht um den Glauben und die Religiösität. 

 

Die Bibel spricht von der Liebe Gottes in Christus und im Neuen Testament höre und lese ich immer wieder davon, dass Paulus spricht Liebt einander, so wie ja auch Christus die Gemeinde geliebt hat. Ich weiß nicht, ob man jemanden dazu auffordern kann, zu lieben. Das ist etwas, was ich nicht verstehe im Evangelium. Ich liebe. Ja, lieben ist einfach. Selbstlos nicht aufgesetzt fromm, einfach so. Ohne Aufsatz ohne pompös ohne gesehen werden zu müssen. Liebe wird oft falsch verstanden. Es gibt so viele Formen und Ausdrucksweisen von Liebe, dass es nicht leicht ist, das erklärlich zu machen. 

 

Fassen wir es kurz mit der Liebe. Die menschliche Liebe ist immer auch ein wenig selbstsüchtig und will etwas vom anderen, nämlich Dankbarkeit und bekommt sie es nicht, ist sie enttäuscht und das führt zu Verrat und Verleumdung oder schlechten Gedanken.

 

Gottes Liebe können wir erst dann kennen lernen, wenn wir die Bibel lesen und so führt uns der Herr zu der Liebe Gottes durch Christus. Das ist etwas ganz anderes. Das können wir oft erst wirklich im Alltag feststellen, wenn wir aus dem Glauben leben, das kann man nicht dadurch, dass man darüber spricht oder dass man nur darüber predigt. Christus Glaube ist somit ein Werk, ganz eindeutig. Vielleicht ist das auch ein Thema, welches wir noch nicht wirklich verstehen oder wirklich erfassen können. Es ist ein sehr sensibles Thema. 

 

Christen haben einen liebenden und liebevollen Vater. Egal, was der Christ tut. Das wird jetzt nicht bedeuten, dass wenn ein Christ fromm im Glauben aufwächst, dass er auf einmal anfängt zu sündigen. Das meine ich nicht. Wir ertappen uns selbst immer wieder, wie wir jeden Schritt beachten "bloß nichts falsch machen". 

 

Dieser "gewissenhafte Glaube" überstrapaziert den Glauben. Man entwickelt sich so zu einer "Empfindlichkeit", die an allem und jedem Anstoß nimmt. Prüfen Sie, ob Sie jetzt alles aufgeben KÖNNTEN, also rein theoretisch, wo Sie jetzt stehen und ohne jedes religiöse Dumherum mit Jesus sprechen im Gebet und sagen Sie ihm das Problem, wenn es in ihrem Leben vorherrscht. 

 

Ich hatte einen Rahmen und eine kleine Leinwand und da hatte ich einen Spruch darauf geschrieben, da ging es um den Glauben. Gestern hatte ich genug davon, vorher war das toll, es hatte mir gefallen, aber dann wurde mir der Rahmen und die Leinwand zur Last und musste weg. Ich hatte keine Freude mehr daran, er begann mein Leben zu belasten. Ich warf ihn weg und hatte anfänglich ein schlechtes Gewissen und dann aber löste ich mich davon, weil es zu viel Kontrolle von außen über das Gewissen war. Ein kleines materielles Ding fing an mich zu belasten. Also musste es weg. 

 

Sagen Sie ihm, Jesus, dass wenn oder ob Ihr Leben von Religiösität bestimmt ist und Sie eigentlich gar nicht wissen, was Glaube ist, weil Sie es nie kennen lernen durften. Sprechen Sie mit Christus der Bibel und rufen ihn an im Gebet und bitten ihn, dass er Sie in ein Verständnis darüber bringt und Ihnen die Augen öffnet. 

 

Nehmen wir ein Beispiel von mir: Der Herr hat mich schon tausendfach gerettet und durch Babylon "geführt", da wusste ich von überhaupt nichts. Gestern stellte ich das fest, als ich über die Vergangenheit nachdachte. Er hat mich so oft gerrettet vor falschen Lehren und mir Sünde vergeben, die sich aus den falschen Lehren ergaben, dass ich es heute nicht aufzählen könnte. Wir wissen, wenn wir keine Christen sind und die Lehre nicht haben, wir wissen nicht viel. Wir handeln nach dem und mit den Grenzen, wo wir meinen und glauben, dass es so sein soll, dazu haben wir die Gesellschaft und die Gesetze, Vergangenheit und Umfeld als Kontext, mehr aber auch nicht. 

 

Die Bibel gibt den Rahmen über das Evangelium wieder, was die Wahrheit ist und was Gottes Wahrheit durch Christus ist. 

 

 

Und gestern auch, da dachte ich darüber nach: Eigentlich ist es ja nicht richtig zu sagen

 

 

"Nehmen Sie Jesus an"

 

sondern die Aussage müsste sein und ist es für mich

 

"Jesus hat mich angenommen". 

Völlig unverdient und unverdienbar. 

 

Das ist die richtige Aussage, wenn wir es rein menschlich betrachten. Und deshalb können wir da auch nichts wegnehmen oder hinzufügen. Der Herr hat Menschen von Anfang an dazu bestimmt, zum Glauben zu kommen, auch wenn es erst später geschieht. So war es bei mir. Muss jeder selbst ein wenig darüber nachdenken.